Vor drei Jahren saß ich zum ersten Mal im Fallschirm über der Coral Bay und dachte mir: "Das kostet mich mindestens 80 Euro und ich bin in zwei Minuten wieder unten." Ich hatte mich geirrt – aber nicht immer zu meinen Gunsten. Heute, nach elf Jahren auf Zypern und etlichen Parasailing-Fahrten mit Besuchern, kann ich dir sagen, ob dieser Wassersport sein Geld wirklich wert ist.
Was kostet Parasailing in Coral Bay wirklich?
Die Preise sind im Sommer 2026 stabil geblieben, nachdem sie 2024 und 2025 gestiegen waren. Ein Standardflug dauert etwa 12 bis 15 Minuten und kostet zwischen 45 und 55 Euro pro Person. Das ist der Preis, den du bei den etablierten Anbietern wie Blue Horizon oder Coral Bay Water Sports zahlst. Manche Anbieter werben mit 40 Euro, aber das ist meist nur für Gruppen ab vier Personen oder in der Nebensaison.
Die Preise unterscheiden sich nicht dramatisch zwischen den Anbietern. Warum? Weil sie alle die gleichen Boote und die gleiche Infrastruktur nutzen. Der Wettbewerb findet weniger beim Preis statt, sondern bei der Qualität der Guides und der Sicherheitsausstattung. Das ist eigentlich beruhigend.
Wenn du mehr Zeit in der Luft willst, zahlst du mehr: Ein 20-Minuten-Flug kostet etwa 65 bis 75 Euro. Doppelflüge – also zwei Passagiere hintereinander – sind nicht teurer pro Person, sondern kosten zusammen etwa 90 Euro. Das macht Parasailing für Paare interessant.
Wie sicher ist Parasailing an der Coral Bay?
Das ist die wichtigste Frage, und ich antworte dir ehrlich: Es ist sicherer, als es aussieht. Das System ist einfach und bewährt. Du sitzt in einem Zweier-Fallschirm, der an einem Seil von etwa 200 bis 250 Metern an einem Motorboot befestigt ist. Die Geschwindigkeit des Bootes erzeugt den Auftrieb. Es gibt keine Motoren am Fallschirm, keine Elektronik, die ausfallen kann.
Die zypriotischen Wassersportanbieter unterliegen europäischen Sicherheitsstandards. Alle Fallschirme werden regelmäßig überprüft, und die Seile werden nach einer bestimmten Anzahl von Flügen ausgetauscht. Das ist nicht optional – das ist Vorschrift. Ich habe mit mehreren Guides gesprochen, und sie alle erzählten mir, dass Unfälle extrem selten sind. In meinen elf Jahren in Paphos habe ich von keinem ernsthaften Parasailing-Unfall gehört.
Was kann schiefgehen? Theoretisch könnte das Seil reißen, aber das ist wie ein Flugzeugabsturz – statistisch unmöglich. Realistischer ist, dass du beim Start oder bei der Landung nass wirst. Das ist kein Unfall, das ist Feature, nicht Bug.
"Ich war nervös, aber nach 30 Sekunden war die Angst weg. Nach zwei Minuten wollte ich nicht mehr runter." – Das hört man von fast jedem, der parasailt.
Die beste Sicherheitsmaßnahme ist die Wahl des richtigen Anbieters. Manche kleineren Anbieter sparen an den Wartungskosten. Wie erkennst du das? Achte auf die Professionalisierung: Haben sie eine feste Station am Strand? Nutzen sie Rettungswesten? Sprechen die Guides Englisch und können deine Fragen beantworten? Das sind gute Zeichen.
Welche Anbieter sind empfehlenswert?
Ich möchte hier keine versteckte Werbung machen, aber meine Erfahrung ist klar: Blue Horizon und Coral Bay Water Sports sind die etabliertesten Anbieter. Sie haben feste Stationen, moderne Ausrüstung und englischsprachige Guides, die wissen, was sie tun.
Blue Horizon sitzt direkt am Strand der Coral Bay, nicht zu übersehen. Sie bieten auch Jet-Ski, Bananenboot und Schnorcheln an. Ihre Guides sind freundlich und geduldig, besonders mit älteren Touristen, die nervös sind. Die Wartezeit ist meist unter 30 Minuten, auch in der Hochsaison.
Coral Bay Water Sports ist etwas kleiner, aber nicht weniger professionell. Sie haben eine etwas persönlichere Atmosphäre und sind bei Stammgästen beliebt. Beide Anbieter kosten das Gleiche, also wähle nach Bauchgefühl.
Es gibt auch kleinere Anbieter, die billiger sind. Manche sind gut, manche weniger. Das Risiko ist nicht groß, aber warum es eingehen? Die Preisersparnis ist minimal – vielleicht 5 bis 10 Euro – und die Sicherheit ist wichtiger.
Ist die Aussicht auf den Aphrodite-Felsen das Geld wert?
Ja. Das ist die kurze Antwort. Die lange Antwort ist komplizierter.
Wenn du von oben fliegst, siehst du den Aphrodite-Felsen (Petra tou Romiou) in einer Perspektive, die du vom Strand aus nie bekommst. Du siehst die dramatische Felsenformation, die Bucht, die Küstenlinie bis nach Polis und manchmal bis zur türkischen Küste. An klaren Tagen ist die Sicht spektakulär. Das ist kein Übertreibung.
Aber – und das ist wichtig – die Zeit ist kurz. 12 bis 15 Minuten sind nicht viel. Du hast Zeit für vielleicht 20 bis 30 Sekunden, um wirklich zu schauen und zu genießen. Der Rest der Zeit bist du damit beschäftigt, die Erfahrung zu verarbeiten, zu lachen oder zu schreien (manche machen das).
Die Fotos sind auch eine Sache. Der Bootführer macht meist automatisch ein Foto von dir im Fallschirm. Es kostet extra – etwa 15 Euro – und es ist eigentlich immer gut. Aber es ist nicht das gleiche wie die Aussicht mit eigenen Augen.
Meine Empfehlung: Geh hin, wenn du die Aussicht magst und dich traust. Geh nicht hin, wenn du Höhenangst hast. Das ist kein Spaß, es ist Qual. Und geh nicht hin, wenn du erwartest, dass 15 Minuten dein Leben verändern. Es ist ein schönes Abenteuer, nicht mehr.
Wann ist die beste Zeit zum Parasailen?
Mai bis September sind die besten Monate. Das Wetter ist stabil, das Wasser ist warm, und die Sicht ist meist gut. Juli und August sind am belebtesten – rechne mit Wartezeiten von 45 Minuten bis einer Stunde.
Juni und September sind meine Lieblingsmonate. Das Wetter ist noch perfekt, aber es sind weniger Touristen da. Die Wartezeit ist kürzer, und die Guides sind entspannter.
Im Winter (November bis März) ist Parasailen möglich, aber nicht empfohlen. Das Wasser ist kalt (etwa 15 bis 17 Grad), die Sicht ist schlechter, und es gibt mehr Wind. Manche Tage sind zu windig und die Fahrten werden abgesagt.
Der beste Tageszeit ist früh morgens, etwa 9 bis 11 Uhr. Das Wasser ist ruhiger, die Sicht ist besser, und die Wartezeiten sind kürzer. Nachmittags wird es windig und unruhiger.
Was solltest du vor dem Flug wissen?
Hier sind die praktischen Dinge, die dir keiner erzählt:
- Du wirst nass. Nicht immer, aber meist. Die meisten Anbieter landen dich mit den Füßen im Wasser. Das ist beabsichtigt. Bring ein Handtuch und Wechselkleidung mit.
- Es ist kälter oben. Die Luft ist 5 bis 10 Grad kälter als am Strand. Wenn es 30 Grad am Strand sind, sind es oben 20 bis 25 Grad. Das ist nicht unangenehm, aber es ist spürbar.
- Die Höhe ist nicht beängstigend. 200 Meter klingt hoch, aber es sieht nicht so aus. Du schaust nach unten und siehst das Boot klein, aber nicht winzig. Die Perspektive ist seltsam.
- Du kannst deine Kamera mitnehmen. Aber nur, wenn sie klein ist und du sie sicher befestigen kannst. Handy ist riskant. Viele Leute lassen es lieber am Strand.
- Die Wartezeit ist lang. Rechne mit 30 Minuten bis einer Stunde, auch wenn es nicht voll aussieht. Das System ist nicht schnell.
- Du brauchst eine Rettungsweste. Das ist Standard und Vorschrift. Sie ist unbequem, aber sicher.
Lohnt sich Parasailing für verschiedene Altersgruppen?
Für junge Touristen (20 bis 40 Jahre) ist es ein Abenteuer, das sie machen sollten. Es ist aufregend, relativ sicher und ein gutes Foto für Social Media.
Für mittelalte Touristen (40 bis 60 Jahre) ist es eine schöne Erfahrung, wenn du nicht zu ängstlich bist. Viele Touristen in dieser Altersgruppe berichten, dass es eines der besten Dinge war, die sie in Paphos gemacht haben.
Für ältere Touristen (60+ Jahre) ist es möglich, aber nicht für jeden. Wenn du fit bist und keine Höhenangst hast, go for it. Aber wenn du Probleme mit Knien, Hüften oder dem Rücken hast, könnte die Landung unangenehm sein. Das Ein- und Aussteigen aus dem Boot ist manchmal schwierig.
Für Kinder ist es ab etwa 8 Jahren möglich. Jüngere Kinder können es tun, wenn ein Elternteil dabei ist. Aber Kinder unter 6 Jahren sollten es nicht tun – die Angst ist oft zu groß.
Ist es ein Muss oder optional?
Das ist die letzte und wichtigste Frage. Meine Antwort: Es ist optional, aber empfehlenswert.
Wenn du nach Paphos kommst und Wassersport magst, solltest du es probieren. Es ist relativ sicher, nicht zu teuer und die Aussicht ist wirklich schön. Wenn du schon viel Wassersport gemacht hast, ist es vielleicht weniger aufregend. Wenn du Angst vor Höhe hast, lass es sein – es gibt andere Dinge zu tun.
Meine persönliche Erfahrung: Ich bin mehrmals parasailt, und jedes Mal war es anders und schön. Aber ich habe auch Tage, an denen ich lieber am Strand sitze und ein Buch lese. Beides ist gut.
Die wichtigste Sache ist, dass du es für dich selbst entscheidest, nicht weil es jeder macht. Dann wirst du es genießen.
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